Grußwort von Gabriele Wulz

Prälatin i.R.

Frau Prälatin Gabriele Wulz

Liebe Freunde und Unterstützerinnen der Wiblinger Bachtage,
sehr verehrte Damen und Herren,

die Frage, die über dem diesjährigen Programm der Wiblinger Bachtage steht, hat mich provoziert, weil sie eine Antwort verlangt. Warum Musik?

Warum diese Frage, wo Musik doch immer und überall ist? Es dudelt. Es singt. Es klingt.

Menschen hören Musik an allen Orten, in allen Lebensvollzügen. In Bahn und Bus, im Auto, zu Hause, bei der Arbeit, beim Hausaufgaben machen und beim Feiern.

Musik ist Alltag. Aber natürlich auch erhabenes Ereignis: in Konzerten oder in Gottesdiensten. Warum Musik?

Natürlich. Weil wir sie brauchen. Weil Musik uns in andere Stimmungen zu versetzen vermag, weil sie uns Welten erschließt. Es braucht Musik, weil sie uns hilft, Erfahrungen mit uns selbst zu machen. Weil sie uns anspricht. Weil sie über uns selbst hinausträgt.

Ohne Musik – das wusste schon Friedrich Nietzsche – wäre das Leben ein Irrtum.

Die Wiblinger Bachtage geben auf die Frage „Warum Musik?” eine höchst konkrete und vor allem zu Herzen gehende Antwort. Vom 20. September bis zum 4. Oktober werden in katholischen und evangelischen Kirchen in der Region, in der Barockbibliothek des Wiblinger Klosters sowie im Stadthaus in Ulm hochkarätige Ensembles, bekannte Solisten und die Wiblinger Kantorei zu hören sein. Freuen Sie sich auf wunderbare Konzerte und musikalische Erfahrungen, die auf je ihre Weise die Frage nach dem Warum der Musik beantworten.

Ein herzliches Dankeschön an Kirchenmusikdirektor Albrecht Schmid und Susanne Kolb vom »Verein Wiblinger Chorklang e.V.« sowie allen Unterstützern und Sponsoren, dass sie dieses ambitionierte Projekt auch in diesem Jahr wieder realisieren. In Zeiten wie diesen sind die Wiblinger Bachtage wie ein helles Licht, das uns allen das Leben ein bisschen leichter und schöner macht.

Ich wünsche den diesjährigen Wiblinger Bachtagen gutes Gelingen, inspirierende und begeisternde Klang-Erfahrungen und Gottes Segen!

Mit herzlichen Grüßen

Gabriele Wulz